Die Ausbildung

Die Schule für CranioSacral Healing® wurde 1994 von Ramraj U. Löwe begründet.
Die Ausbildung in CranioSacral Healing® beruht auf den Lehren des Craniosacral-Begründers Dr. Sutherland und seinen Schülern der Linie Dr. Becker/Dr. Jealous, dem Einfluss von Dr. John Upledger und Franklyn Sills, eigenen Entwicklungen des Schulleiters, Einflüssen aus NLP/Hypnotherapie, verschiedenen Richtungen der körperorientierten Psychotherapie sowie westlichen und östlichen Geisteswissenschaften.

Die Ausbildung in CranioSacral Healing® möchte Dich dazu befähigen, tiefe und umfassende therapeutische Arbeit auszuführen.
Die Verbindung mit dem craniosacralen System und dem "Atem des Lebens" dient uns dabei als Leitfaden und ständiger Anhaltspunkt.
Über genaues und fundiertes Vermitteln von craniosacralen Kenntnissen und Techniken hinaus bietet Dir die Ausbildung einen Raum, in tiefes Eingestimmtsein auf allen Ebenen hineinzuwachsen. Dein Verbundensein mit Dir selbst und den physisch-anatomischen, emotionalen, energetischen und geistigen "Welten", die Du im anderen berührst, ist für diese Arbeit von zentraler Bedeutung.
Du bekommst dabei auch Fertigkeiten vermittelt, um die inneren Prozesse, die durch Craniosacral-Arbeit ausgelöst werden können, gut zu begleiten.
Dynamisch-integrierende Prozessarbeit und verbale therapeutische Kommunikationstechniken verbinden sich im Laufe der Ausbildung zunehmend mit Fertigkeiten in Körpertherapie und Energiearbeit.
Da CranioSacral Healing® den ganzen Menschen anspricht, richtet sich auch die Ausbildung stets am ganzen Menschen mit seinen vielen Dimensionen aus.
Jedes Ausbildungsseminar bietet einen sanften und zugleich intensiven Selbsterfahrungs-, inneren Wachstums- und Heilungsprozess, in dem Ramraj Löwe Dich von Herzen begleiten wird.
In der Ausbildung erfährst Du so die Arbeit in ihrem ganzen Potenzial an Dir selbst und kannst sie so von innen aus gewachsener Präsenz weitergeben.



Die Schule für CranioSacral Healing® ist dem DVCST, dem deutschen Verband der Craniosacral-Therapeut/Innen angeschlossen. Die Ausbildung in CranioSacral Healing® erfüllt bzw. übertrifft somit alle vom DVCST geforderten Standards hinsichtlich Qualifikation des Lehrers, der Inhalte und des Umfangs der Ausbildung sowie der Abschlussprüfung.

Der DVCST ist der ECSA (European CranioSacral Association) angeschlossen.



Ausbildungsaufbau

Die Grundausbildung in CranioSacral Healing® besteht aus 4 Ausbildungsstufen zu 8 1/2 Tagen (ca. 72 Zeitstunden reine Seminarzeit) und einem jeweils dazugehörenden Anschlusswochenende (ca. 18 Stunden). Diese Wochenenden dienen zum Wiederholen, Vertiefen und Integrieren des Gelernten. Es wird jedoch auch Ergänzendes und Weiterführendes gelehrt werden.
Die gesamte Ausbildung umspannt somit einen Zeitraum von etwa zwei Jahren an insgesamt 48 Seminartagen (ca. 360 Stunden reine Seminarzeit).
Die einzelnen Ausbildungsstufen können auch einzeln gebucht werden. Zwischen den einzelnen Stufen sollen jeweils mindestens 25 Übungssitzungen gegeben werden.

Es besteht die Möglichkeit, einzelne Ausbildungsabschnitte innerhalb von drei Jahren zum halben Preis zu wiederholen.

Abschluss

Um ein Abschlusszertifikat der Grundausbildung zu erlangen, das vom DVCST und der ECSA voll anerkannt wird, müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:

- es muss jeweils eine Supervisionssitzung nach den Stufen I-III (nach Stufe I und III bei dafür qualifizierten Tutor/Innen, nach Stufe II beim Ausbilder selbst) genommen werden.

- es müssen insgesamt 10 CranioSacral Healing®- Einzelsitzungen bei zertifizierten CSH-Praktzierenden genommen werden. (Das aktuelle Verzeichnis der CSH-Praktizierenden siehe unter CSH-Therapeut/Innen-Liste. Nach Absprache kann dies auch mit professionellen Praktizierenden anderer, ähnlich arbeitender Craniosacral-Institute geschehen.)

- nach Stufe IV müssen 50 Sitzungen nach Stufe IV protokolliert werden.

- nach Abschluss von Stufe IV muss eine Prüfungssupervisionssitzung mit Schwerpunkt strukturelle Craniosacral-Arbeit beim Ausbilder absolviert werden.

Um dann selbst auf der CSH-Therapeut/Innen-Liste aufgeführt zu werden und auch für die eigene Arbeit den Namen CranioSacral Healing® und das Logo verwenden zu dürfen, bedarf es außerdem der Teilnahme am ADVANCED (Ausbildungsstufe V) einer weiteren Prüfungs-Supervisionssitzung beim Ausbilder, diesmal mit Schwerpunkt Prozessarbeit.

Die Kosten für Einzelsitzungen, Supervisions- und Prüfungssitzungen sind nicht in den Seminargebühren enthalten.


Inhalte

Bestandteile jeder Ausbildungsstufe werden sein:

  • Meditation
  • offene Runden
  • Bewegung und sanfte Körperarbeit
  • Geschehenlassen; das Unvorhersehbare ...

Folgende Themen werden in jede Ausbildungsstufe miteinfließen, teils in Form von kleinen Übungen und Ritualen:

  • eingestimmt und innerlich ausgerichtet sein
  • "hörende, sehende, fühlende, denkende, wissende und von selbst handelnde Hände" entwickeln
  • Schulung intuitiver Wahrnehmung
  • nicht der "Macher", sondern Assistent und Katalysator des Klienten in dessen Selbstheilung sein
  • flexibel sein, mit dem Fluss gehen ...
  • die richtige Frequenz finden ...
  • craniosacrale Sichtweise verschiedener Krankheitsbilder

Stufe I

  • Anatomie und Physiologie des Primär Respiratorischen Mechanismus (CS-Systems) und seine Bedeutung für den ganzen Organismus
  • Entwicklung einer Beziehung zum Craniosacral-System als Ganzes und zu seinen Teilen.
  • Herstellen eines therapeutischen Rahmens und einer therapeutischen Beziehung
  • Primär Respiratorische Rhythmen am ganzen Körper und am Kopf erspüren lernen; Unterschiede erfassen lernen bezüglich Frequenz, Amplitude, Symmetrie und Qualität
  • Stillpoints
  • Fulcren: physiologische, dysfunktionelle und Behandler-Fulcren
  • Einführung in grundlegende Behandlungsprinzipien wie: Arbeit mit "Gestalt", dem "state of balance", indirekte und direkte Technik, „Unwinding“, „Disengagement“, „Flüssigkeit-Senden (V-Spread)“ u.a. ...
  • Einführung in Konzepte wie bioenergetische und biokinetische Kräfte, Phasen eines Heilungsprozesses u.a.
  • Lösen von transversalen Restriktionen
  • grundlegende Techniken am Becken
  • Arbeit an Hinterhauptbein und Kreuzbein und ihrer Verbindung im Kern, der Duralröhre
  • grundlegende Techniken am Neurocranium und dem intracranialen Membransystem
  • Harmonisieren von emotionalen Zyklen
Das Keilbein

Das Keilbein (Os sphenoidale) liegt etwa in der Mitte des Schädels und ist von besonderer Bedeutung für das Craniosacrale System und die Craniosacral-Arbeit.



Stufe II

  • Grundfrequenzen von Primär Respiratorischen Rhythmen: CRI, Mid-Tide und Long Tide
  • die Schädelbasis:
    • vertiefende Anatomie
    • die Release-Techniken für die Sutherland-Läsionen der Schädelbasis
  • Einführung in die Konzepte des "sensibilisierten Segmentes" und der "Energiezysten"
  • Methoden der craniosacralen Befunderhebung:
    • CS-Rhythmus
    • fasziales Gleiten
    • Duralröhrentraktion
    • Arcing
  • fasziales Gleiten auch als therapeutische Technik
  • intensive Arbeit an Duralröhre und Wirbelsäule
  • Arbeit mit lateralen Fluktuationen
  • verbale Kommunikation am Anfang und am Ende einer Sitzung
  • Einführung in offene Prozessbegleitung
  • Weiterführung des Unwinding, auch an Extremitäten und unter Einbeziehung von Prozessarbeit
  • Multiple-Hands-on-Sitzungen

Stufe III

  • Arbeit am Gesichtsschädel (Viszerocranium), speziell am Kiefergelenk und harten Gaumen
  • Kommunikation intuitiver Wahrnehmung
  • vertiefende Übungen zum "significance detector"
  • verbale therapeutische Kommunikationstechniken (mehrere Tage)
  • Weiterführung und Vertiefung des "Unwinding" am ganzen Körper, zusammen mit Prozessarbeit
  • Einführung in die Arbeit mit Schock-Trauma-Prozessen
  • Multiple-Hands-on-Sitzungen

Stufe IV

  • Arbeit im Siebbeinbereich
  • Arbeit am Gesichtsschädel, speziell im Augenbereich
  • "Avenue of expression": weitere Techniken für den Hals- und Mundbereich
  • craniosacrale Stimmarbeit
  • Arbeit am Steißbein
  • Dynamik zwischen Therapeut und Klient
  • weitere verbale therapeutische Kommunikationstechniken
  • CranioSacral-Arbeit in Zusammenarbeit mit transpersonalen Ressourcen
  • Multiple-Hands-on-Sitzungen
  • Energiearbeit an Meridianen

Da CranioSacral Healing® sich ständig weiterentwickelt, bleiben kleine Änderungen des vorgestellten Lehrplans vorbehalten.

 

ADVANCED (Ausbildungsstufe V)

Das Advanced (Ausbildungsstufe V) ist kein fester Bestandteil der CranioSacral Healing® -Grundausbildung und keine Voraussetzung für den zertifizierten, vom DVCST anerkannten Abschluß der CSH-Grundausbildung.

Die Teilnahme am ADVANCED ist jedoch ab 2006 Voraussetzung, um selbst auf der CSH-Therapeut/Innen-Liste aufgeführt zu werden und den Namen CranioSacral Healing® und das Logo für die eigene Arbeit verwenden zu dürfen (siehe oben unter "Abschluss").

Die Inhalte:

  • Arbeit mit den venösen Blutleitern (Sinus Durae Matris)
  • Arbeit mit intraossären Dysfunktionsmustern
  • Arbeit mit dem Ventrikelsystem; CV 3
  • Erspüren der Motilität des zentralen Nervensystems
  • Arbeit mit dysfunktionellen Fulcren im ZNS
  • Therapeutischer Dialog mit Teilen des Gehirns
  • Die Verbindung des Nervensystems mit dem Hormon- und Immunsystem
  • Stress und die Arbeit mit maladaptiven Zuständen
  • Schock, Trauma und Traumatisierung; Weiterführung der Arbeit mit Schock/Traumaprozessen, angeregt durch die Arbeit von Dr. Peter Levine
  • Bearbeiten spezifischer Traumata (z.B. Operationen, Unfälle)
  • Multiple-Hands-on - Sitzungen

 

Teilnahmevoraussetzungen an der Ausbildung in CranioSacral Healing®:

Voraussetzung für die Teilnahme an der CSH-Grundausbildung ist ein Vorgespräch sowie die Teilnahme an einem CSH-Einführungswochenende oder mindestens eine CSH-Einzelsitzung beim Ausbilder selbst.

Die Ausbildung in CranioSacral Healing® richtet sich in erster Linie an Angehörige medizinischer Berufe (Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Ärzte, Zahnärzte, Masseure, Hebammen u.a.).

Grundsätzlich steht die Teilnahme jedoch auch interessierten Laien offen. Von Teilnehmer/Innen ohne medizinischen Hintergrund wird allerdings erwartet, dass sie sich in anatomische Materie hineinarbeiten. Außerdem werden Vorerfahrungen in den Bereichen Selbsterfahrung und Meditation vorausgesetzt.